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Marktanalyse · 9 Min. Lesezeit

GEAK, Minergie, PV-Anlage: Wie Nachhaltigkeit den Immobilienwert beeinflusst

Energetische Sanierung als Werttreiber oder Kostenfalle? Was Energieklassen, Solaranlagen und Wärmepumpen für Kauf- und Mietpreise bedeuten.

Sayan Satkunam

Sayan Satkunam

Geschäftsführer · 18. Februar 2026

SKYCROWD AG · IMMOBILIEN BERN

GEAK: Der neue Standard beim Kauf und Verkauf

Der Gebäudeenergieausweis der Kantone (GEAK) bewertet Gebäudehülle (Dämmung, Fenster) und Gesamtenergieeffizienz auf einer Skala A–G. Ab GEAK G (schlechteste Klasse) drohen künftig Sanierungsauflagen. Beim Verkauf zeigen Käufer und Banken wachsendes Interesse am GEAK – er wird zur verkaufsrelevanten Kennzahl.

Wärmepumpe und Heizungsersatz

Der Ersatz einer Öl- oder Gasheizung durch eine Wärmepumpe kostet CHF 25’000–50’000, wird aber mit kantonalen Förderbeiträgen und Bundessubventionen (Gebäudeprogramm) erheblich mitfinanziert. Im Kanton Bern sind Beiträge von CHF 8’000–15’000 möglich. Eine neue Wärmepumpe senkt die Betriebskosten, erhöht den GEAK und verbessert die Vermarktbarkeit.

Photovoltaik: Investition mit doppelter Rendite

Eine PV-Anlage amortisiert sich in der Schweiz typischerweise in 8–14 Jahren (je nach Lage, Eigenverbrauch und Einspeisetarif). Darüber hinaus produziert sie kostenlos Strom. Der Immobilienwert steigt, die Betriebskosten sinken – und für Mieter wird die Liegenschaft attraktiver. Der Eigenverbrauch lässt sich mit Batteriespeicher auf 70–80% erhöhen.

Was bringt die Investition in den Verkaufspreis?

In der Praxis ist der Mehrerlös beim Verkauf oft geringer als die Investitionskosten. Energetische Sanierungen verbessern primär die Vermarktbarkeit, reduzieren Leerstand und senken künftige Risiken (Sanierungspflichten, steigende Energiekosten). Bei MFH ist die Rechnung klarer: tiefere Heizkosten = höhere Nettomieten = besserer Ertragswert.

— Häufige Fragen

Antworten zum Thema.

Ja. Studien zeigen einen Wertzuwachs von 3–6% für gut dimensionierte PV-Anlagen. Entscheidend ist die Eigenverbrauchsquote. Bei Verkauf zählt die installierte Leistung (kWp), der Eigenverbrauch und ob die Anlage abgeschrieben ist.
Liegenschaften mit GEAK A/B erzielen zunehmend Aufschläge von 5–10% gegenüber vergleichbaren G-Objekten. Banken geben bei energieeffizienten Objekten teilweise bessere Konditionen (Grüne Hypotheken). Käufer werden bei G-Ratings skeptischer, besonders wenn Sanierungspflichten drohen.
Kantone können Sanierungspflichten einführen. Im Kanton Bern gilt MuKEn 2014 (Mustervorschriften der Kantone im Energiebereich): Bei Heizungsersatz muss der CO2-Ausstoss gesenkt werden. Vollständige Sanierungspflichten nach Zeitplan gibt es noch nicht, sind aber politisch im Gespräch.

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