Das Prinzip der indirekten Amortisation
Bei der indirekten Amortisation bleibt die Hypothek konstant – Sie tilgen sie nicht direkt. Stattdessen zahlen Sie jährlich den Amortisationsbetrag in ein Säule-3a-Konto oder eine Säule-3a-Police ein. Am Ende einer Laufzeit (bei Pensionierung oder Fälligkeit) wird das angesammelte 3a-Guthaben zur Rückzahlung der Hypothek verwendet.
Der Steuereffekt: Doppelter Vorteil
Erstens: Die Einzahlungen in die Säule 3a sind vollumfänglich vom steuerbaren Einkommen abziehbar. Zweitens: Da die Hypothekschuld konstant bleibt, bleiben auch die abzugsfähigen Hypothekarzinsen konstant (bei einer Festhypothek). Beide Effekte zusammen ergeben oft einen deutlichen Steuervorteil gegenüber der direkten Amortisation.
Säule 3a Konto vs. Police: Unterschiede
Ein 3a-Bankkonto ist flexibel: Sie zahlen ein, was Sie wollen (bis zum Maximum), und können in Wertschriften-Fonds investieren. Eine 3a-Versicherungspolice bindet Sie an feste Prämien über die Laufzeit, bietet aber gleichzeitig Risikoabsicherung (Invalidität, Tod). Für die indirekte Amortisation wird häufig die Police gewählt, weil sie diszipliniertes Sparen erzwingt.
Was passiert bei der Auszahlung?
Das 3a-Guthaben wird bei der Auszahlung als Kapitalleistung besteuert – zu einem reduzierten Satz, getrennt vom Einkommen. Die Steuer beträgt je nach Kanton und Betrag typischerweise 3–8%. Vergleichen Sie diesen Einmalbetrag mit den jährlichen Steuerersparnissen über die Laufzeit – die Rechnung geht fast immer auf.